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Relikte des Kalten Krieges | MARTIN ROEMERS in Bonn


What remains of the Cold War? For the Dutch photographer Martin Roemers it is primarily structural remnants of the East-West conflict in Europe. In these images, Roemers feels „the echo of patriotism, paranoia and aggression“. The photo series „Relics of the Cold War“ takes the observer on a tour of deserted army bases, bunker complexes, scrapyards and missile storage sites. Around 70 images arouse sentiments between menace and sadness.

 

Deutschland, Lorch. Versorgungslager der Bundeswehr; 2008 © Martin Roemers

Deutschland, Lorch. Versorgungslager der Bundeswehr; 2008 © Martin Roemers

Martin Roemers

Relikte des Kalten Krieges

16. Mai bis 26. August 2018

Haus der Geschichte

Bonn

www.hdg.de

 

 

 

 

 

 

PR Info _ Nach dem Zusammenbruch der Anti-Hitler-Koalition der Alliierten beherrschte der „Kalte Krieg“ das politische Geschehen der Nachkriegszeit bis 1989/90. Mehrmals drohte eine direkte militärische Konfrontation der Super-mächte USA und Sowjetunion und damit auch die Gefahr eines weltumspannenden Atomkrieges. Geprägt war der Konflikt vor allem von ideologisch unüberbrückbaren Gegensätzen.

Was ist von dieser Epoche geblieben? Der niederländische Fotograf Martin Roemers dokumentiert eindrucksvoll die baulichen und topographischen Hinterlassenschaften des Ost-West-Konflikts in Europa.

Deutschland, Berlin. Antennenkuppel einer US-amerikanischen Abhörstation auf dem Teufelsberg in Berlin; 2001 © Martin Roemers

Deutschland, Berlin. Antennenkuppel einer US-amerikanischen Abhörstation auf dem Teufelsberg in Berlin; 2001 © Martin Roemers

Das Haus der Geschichte in Bonn zeigt eine Auswahl von rund 70 Fotografien des Künstlers im Foyer und in der U-Bahn- Galerie des Museums.

Die Aufnahmen entstanden zwischen 1998 und 2009 in zehn Ländern: Darunter sind Staaten, die zur Sowjetunion gehörten wie Russland, die Ukraine, Lettland und Litauen, Staaten des ehemaligen „Ostblocks“ wie Polen und die Tschechoslowakei sowie Großbritannien, die Niederlande, Belgien und Deutschland.

Die Fotografien führen den Betrachter zu verlassenen Armeestützpunkten und Bunkeranlagen, zu technischen Installationen, Überwachungs- aber auch Gedenkorten. Insbesondere die Relikte der Roten Armee auf dem Gebiet der früheren DDR und die mit riesigem Aufwand installierten Bunker- und Kontrollanlagen sind Schwerpunkte der Fotografien Martin Roemers.

Die Ausstellung vereint verschiedene Serien Roemers über die architektonischen Spuren, die von der jahrzehntelangen Konfrontation der Systeme überall in Europa geblieben sind: Erhalten gebliebene Wandmalereien in ehemaligen sowjetischen Kasernen, verrostete, ausgediente Panzer, stillgelegte Flugzeuge, verbrauchte Munition auf ehemaligem Sperrgebiet. Roemers Fotografien verdeutlichen, dass der Kalte Krieg eine Auseinandersetzung zweier Systeme war, zugleich aber auch ähnliche funktionale Hinterlassen-schaften auf beiden Seiten des „Eisernen Vorhangs“ hervorbrachte.

Info + illus. courtesy Haus der Geschichte Bonn