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ARTitecture des Monats (16): Tobias Zaft


ARTitecture des Monats präsentiert Werke, die ARTitecture thematisieren, quer durch alle Epochen und Kontinente, alle Stile und Techniken, von bekannten Künstlern und Künstlerinnen ebenso wie vom zeitgenössischen Nachwuchs.

Und das Beste – wir freuen uns auf Input! Hier könnt ihr, liebe Leser und Leserinnen, euch mit einbringen. Lasst uns wissen, welches euer ARTitecture-Werk des Monats ist, das hier unbedingt vorgestellt werden sollte! Hier in den Kommentaren, bei Facebook oder per Email. Wir sind gespannt auf eure Favoriten!

ARTitecture of the month is putting art works on the spot that show ARTitecture, through all epochs and continents, all styles and techniques, from well-known artists to the contemporary generation.

And it gets better – we are looking forward for your input! Dear readers, let us know which is your ARTitecture art work of the month and share your  favorites with us, using the comments here or on facebook or email it to us directly.

Tobias Zaft, FlexiPolis, 2016, interaktive Lichtskulptur (modulares Stecksystem), Acrylglas, LED-Platinen WLAN-Modul, Stahl, 85 x 38 x 38 cm (inkl. Stahlsockel), 4 Editionen, Sammlung Karin Abt-Straubinger, Stuttgart c) Tobias Zaft

Tobias Zaft, FlexiPolis, 2016, interaktive Lichtskulptur (modulares Stecksystem), Acrylglas, LED-Platinen WLAN-Modul, Stahl, 85 x 38 x 38 cm (inkl. Stahlsockel), 4 Editionen, Sammlung Karin Abt-Straubinger, Stuttgart (c) T. Zaft

 

FlexiPolis setzt sich aus einzelnen Acrylglasobjekten zu einem transparenten „Hightech-Moloch“ zusammen, dessen Körper durch durch rhythmisierte Lichtimpulse zu virtuellem Leben erwacht. FlexiPolis erzeugt durch die diffizilen Licht-Choreografien der insgesamt 1560 LEDs eine sinnliche Aura, welche die Menschen aus der Distanz wie eine Fata Morgana anzieht und sich aus der Nähe in ein von transparenten Fassaden umhülltes Nichts auflöst. Im System Großstadt ist der Mensch eben auch in der Gemeinschaft einsam und auf sich selbst zurückgeworfen. FlexiPolis beschriebt das Phänomen Großstadt als lebensfeindliche Manipulationsmaschine, welche mit funkelnden Glücksversprechen den Rohstoff Mensch verführt und schließlich in einen Kreislauf aus Wachstum und Gier einspannt. Durch Smartphone-Interaktion stellt die Arbeit FlexiPolis zudem die Frage nach den Machtverhältnissen: ist es der Mensch, der die Stadt nach seinen Bedürfnissen formt, oder ist es die Stadt, welche die Menschen kontrolliert?
Als evolutionäre Installation entwickelt sich FlexiPolis fortlaufend weiter und wächst. Die interaktiven Multiples können durch Zusatzmodule ergänzt werden und in die Höhe und Breite wachsen. So entstehen raumfüllende Utopien, die von den Ausstellungsbesuchern erkundet und per Smartphone-Interaktion beeinflusst werden können. Unterschiedliche FlexiPolis-Editionen ergänzen sich zu einer differenzierten und komplexen Rauminstallation.
Die FlexiPolis-Installation besteht aus insgesamt 357 Acrylglas-Elementen, 156 LED-Platinen, 1560 LEDs und 10 Mini-Computern. Die Hard- und Software wurde seit 2012 fortlaufend weiterentwickelt und bereits in Peking, Pusan, Karlsruhe, Stuttgart, Rottweil, Hamburg und Frankfurt gezeigt.

 

Tobias Zaft, FlexiPolis, 2016, interaktive Lichtskulptur (modulares Stecksystem), Acrylglas, LED-Platinen WLAN-Modul, Stahl, 85 x 38 x 38 cm (inkl. Stahlsockel), 4 Editionen, Sammlung Karin Abt-Straubinger, Stuttgart (c) Tobias Zaft

Tobias Zaft, FlexiPolis, 2016, interaktive Lichtskulptur (modulares Stecksystem), Acrylglas, LED-Platinen WLAN-Modul, Stahl, 85 x 38 x 38 cm (inkl. Stahlsockel), 4 Editionen, Sammlung Karin Abt-Straubinger, Stuttgart (c) T. Zaft

(Bild und Text (c) Tobias Zaft, tobiaszaft.com)