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ARTitecture des Monats (15): Wolfgang Laib


ARTitecture des Monats präsentiert Werke, die ARTitecture thematisieren, quer durch alle Epochen und Kontinente, alle Stile und Techniken, von bekannten Künstlern und Künstlerinnen ebenso wie vom zeitgenössischen Nachwuchs.

Und das Beste – wir freuen uns auf Input! Hier könnt ihr, liebe Leser und Leserinnen, euch mit einbringen. Lasst uns wissen, welches euer ARTitecture-Werk des Monats ist, das hier unbedingt vorgestellt werden sollte! Hier in den Kommentaren, bei Facebook oder per Email. Wir sind gespannt auf eure Favoriten!

ARTitecture of the month is putting art works on the spot that show ARTitecture, through all epochs and continents, all styles and techniques, from well-known artists to the contemporary generation.

And it gets better – we are looking forward for your input! Dear readers, let us know which is your ARTitecture art work of the month and share your  favorites with us, using the comments here or on facebook or email it to us directly.

 

Wolfgang Laib, Die Reismahlzeitne, 1986, fünf Messingkegel und Reis, je Druchmesser/Höhe 15,4/28 cm, 13,6/25,2 cm, 13,6/25 cm, 8,8/16,5 cm, 8,5/15,5 cm; Sammlung Landesband Baden-Württemberg

Wolfgang Laib, Die Reismahlzeitne, 1986, fünf Messingkegel und Reis, je Druchmesser/Höhe 15,4/28 cm, 13,6/25,2 cm, 13,6/25 cm, 8,8/16,5 cm, 8,5/15,5 cm; Sammlung Landesband Baden-Württemberg

 

Wolfgang Laibs Installationen entstehen aus natürlichen Materialien, aus Bienenwachs, selbstgesammelten Blütenpollen, Marmor, Milch und Reis. Mit diesen arbeitet er immer wieder, seit den 1970er Jahren entstehen langsam, aber kontinuierlich Werkfamilien aus diesen Materialien: 1975 entstehen die ersten Milchsteine, mit denen er bekannt wurde – große Marmorblöcke, nur millimetertief ausgeschliffen und mit Milch aufgefüllt -, 1977 sammelt er den ersten Blütenstaub, 1983 arbeitet er erstmals mit Reis und 1987 mit Bienenwachs. Die entstehenden Installationen sind fragil, flüchtig oft, und bestehen meist nur für kurze Zeit. Ihre Entstehung gleicht einem Ritual, ihr Erlebnis in der Inszenierung entwickelt oft meditative Züge.

Weißer Reis als einfaches und zugleich wertvolles Nahrungsmittel entspricht Laibs inhaltlichen wie formalen Ansprüchen. 1984 entsteht 1984 das erste Reishaus, eine einfache, mit Aluminium überzogene Holzkonstruktion, später folgen Häuser aus weißem Marmor (1986) und Bienen- bzw. Siegelwachs. Sie erinnern an mittelalterliche Reliquienschreine oder muslimische Grabstätten.

(Infos hier und hier)

(Bildquelle: Flyer zur Ausstellung Turmbau I & II, Dominikanermuseum Rottweil, 2017)