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Eclipse | Andréas LANG in Berlin


The exhibition presents selected works from Lang’s series „Eclipse“ – portraits of historical landscapes of the Middle East, in Syria, Israel, Palestine, Egypt and Turkey. The past, history, is a central term in the work of Andreas Lang. He deliberately goes to places that recall memories. Not always visible, proven, evident. And yet, it is places of history, topographies, which also contain history where they pretend to be nature. Lang is a trackfinder with the camera. This does not however in the sense of any kind of documentation. Lang senses the spirit of a place, logs the actually unfilmable, transforms mood into tangible images, which – in the sense of a romantic art conception – can also reflect their own soul position.

 

Andréas Lang: "Welcome", Jerusalem 2007

Andréas Lang: „Welcome“, Jerusalem 2007

Andréas Lang

ECLIPSE (a selection)

25. November 2016 bis 4. Februar 2017

Podbielski Contemporary

Berlin

www.podbielskicontemporary.com    

 

 

 

 

 

 

 

 

PR Info _ Vergangenheit ist ein zentraler Begriff in der Arbeit von Andreas Lang. Man könnte auch sagen Geschichte. Oder Gedächtnis. Ganz bewusst begibt er sich an Orte, die Erinnerung bergen. Nicht immer sichtbar, ausgewiesen, evident. Und doch sind es Orte der Historie, Topografien, die Geschichte auch dort enthalten, wo sie vorgeben Natur zu sein. Lang ist ein Spurensucher mit der Kamera. Dies allerdings nicht im Sinne einer wie auch immer gearteten Dokumentation. Lang spürt dem Geist eines Ortes nach, protokolliert das eigentlich Unfotografierbare, verwandelt Stimmung in greifbare Bilder, die – ganz im Sinne einer romantischen Kunstauffassung – auch die eigene Seelenlage spiegeln dürfen.

Andréas Lang: "Vor der Nacht", Syrien 2006

Andréas Lang: „Vor der Nacht“, Syrien 2006

Lang problematisiert unsere Welt vor dem Hintergrund einer alles andere als glorreichen Vergangenheit. Fotografieren ist für ihn eine Art Nachdenken in Bildern. Lang stellt Fragen, und wenn seine zu Fotografie mutierten Antworten ausgesprochen kryptisch ausfallen, so ist auch dies Teil eines Konzepts, das sich Mitte der neunziger Jahre allmählich zu formen beginnt.

Wo endet Europa? In Portugal – oder doch in New York als westlichstem Vorposten europäischen Denkens? Am Bosporus oder doch im Heiligen Land, ohne dessen jüdisch-christliche Tradition die europäische Zivilisation schlechterdings undenkbar wäre. Zugegeben: Die Kreuzzüge des 12. Jahrhunderts waren nicht der erste Link des mittelalterlichen Europa zum Vorderen Orient. Aber die Idee „heiliger Kriege“ bestimmte lange Zeit in besonderer Weise das Denken der Menschen, und wenn sich der Terror der Gegenwart unter dem Banner des „Dschihad“ ausbreitet, so illustriert dies nicht weniger als die Brisanz des „Modells“ noch in unseren Tagen.

Info + illus. courtesy Podbielski Contemporary